Vom etwas anderen Schulalltag - Ein Schulhaus erzählt
Knapp 100 Runden Tschau-Sepp* gespielt. Eine Dominosteinreihe, über die gesamte Länge der Turnhalle gebaut. Sich auf einem Riesenleiterspiel in eine lebendige Spielfigur verwandelt. Das waren die Projekttage im Schulhaus Letzi. Rund 120 Uzner Kinder, vom Kindergarten bis zur dritten Klasse, tauchten wenige Wochen vor den Sommerferien in die Welt des Spiels. Während drei Vormittagen wurde in altersdurchmischten Gruppen gespielt. Spiele wurden hergestellt (wofür sonst könnte man die im Vorfeld gesammelten Kronkorken, fast eine Badewanne voll, verwenden, wenn nicht für ein Tictactoe?). Sogar sich gegenseitig zu fressen war offiziell erlaubt. Nur im Schach natürlich. (Danke an den Schachclub Rapperswil-Jona für die Mitwirkung!) Auch ein Zauberer kommt nicht alle Tage auf den Pausenplatz («Chumm, iss din Znüni schneller, nachhär müend mir losrännä»).
Der Regen hatte bald alle Hüpfspiele rund um das Schulhaus wieder weggespült. Das macht nichts. Was bleiben sind Erinnerungen, ein selbst hergestelltes Spielsammelsurium für zuhause und ehrlicherweise auch zwei Fragen. «Können wir diese Projekttage bitte nochmals machen?», fragten vor allem die älteren Schülerinnen und Schüler. «Wer ist Sepp?» Auch das ist eine gute Frage.
(*Ein Spiel mit Jasskarten).





