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Rund ums Gerbi

Der Kindergarten Gerbi kommt seit letztem Frühling frischer und gepflegter daher. Wir haben die Umgebung etwas umgestaltet, Gartenbeete angelegt und eine Matschküche gebaut. Eine ganze Woche lang malten wir Blumen an die Aussenwände, schraubten Palette aneinander und zusammen mit den Eltern konnten wir alles ein wenig verschönern und damit den Kindern neue Spiel und -Lernbereiche anbieten.

Im Sommer gab es eine Übernachtungsparty mit Luftmatratzen, Kuscheltieren und ein paar verdrückten Tränen. Es war ein berührendes und einmaliges Erlebnis für uns alle und eine Form von Abschied nehmen, die zeigte, dass Kinder immer wieder über sich hinauswachsen können.

Nach den grossen Ferien konnten wir neue Kindergärtler willkommen heissen, diesmal in geringerer Anzahl als in den anderen Jahren. Dies verschafft uns Platz sowohl in der Garderobe als auch im Kindergarten und bescherte uns einen ruhigen Start. Mittlerweile ist wieder mehr Leben eingekehrt, sind doch einige zugezogene Kinder dazugekommen. Unsere Klassen sind ein Beispiel dafür, wie Vielfältigkeit funktionieren kann oder aber auch, woran gearbeitet werden muss, dass es funktioniert. Jeden Tag führen wir Gespräche mit den Kindern übers Miteinander. Es braucht Regeln für die beiden Schaukeln im Garten, damit sie alle nutzen können, die dies möchten. Aber auch einfache Spiele wie Fangis oder Versteckis müssen fast einzeln erklärt und begleitet werden, damit keine Missverständnisse entstehen. Die fünf Fahrzeuge in unserer «Garage» sind so beliebt geworden, dass gerne alle zusammen mitfahren möchten. So gibt es auch hier Gelegenheit, das Teilen und Abwechseln zu üben. Wir vereinbaren Fahrzeiten, Haltestellen und Zeiten, in denen einzelne Kinder das Steuer übernehmen können. So üben wir, miteinander auszukommen. Immer wieder treffen sich alle im Freien und freuen sich darauf, mit Freunden aus der jeweils anderen Gruppe spielen zu können.

Bei einem Ausflug in den Waldlehrpfad hatten alle Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und Wind und Wetter zu erleben. Das mitgebrachte Essen miteinander zu teilen, gemeinsam zu spielen im Wald und neue Dinge zu entdecken macht allen Kindern Spass.

Im November erwartete uns der Laternenumzug. Mit viel Eifer bastelten wir unsere Laternen, um sie durch die dunkle Nacht zu tragen. Am Abend in den Kindergarten zu kommen, ist schon etwas besonderes. Schnell waren wir bereit für das Abenteuer und warteten draussen vor der Tür auf die Schulklassen aus dem Schulhaus Letzi. Schon von weitem hörten wir sie singen und sahen wir das Leuchten ihrer Laternen. Schnell konnten wir uns anschliessen und die Runde mit ihnen gehen. Beim Schulhaus angekommen, gab es ein Laternenkonzert, diesmal in Choraufstellung mit freier Sicht auf alle Eltern. So stolz ertönten die Lieder über den Schulhausplatz und so gespannt erwarteten alle die nachfolgenden Köstlichkeiten, die uns durch die Elternmitwirkung angeboten wurden!

Zusätzlich zum Laternenumzug gab es dieses Jahr ein Adventsfenster zu dekorieren, welches am Abend erleuchtet werden sollte. Das gab uns die Gelegenheit, mit den Kindern Sternen zu schneiden, was gar nicht so einfach ist. Wie bekommt man eine schöne Ecke? Welche Schnitte sind geeignet? Wo beginnt man am besten? Wir übten, probierten aus und bekamen schlussendlich einen Sternenhimmel, der sich sehen lassen konnte.

Der Samichlaus besuchte alle Kinder, einmal war er bei uns im Haus und hat seine Geschenke mitgebracht, ein andermal trafen wir ihn im Wald an, als er auf dem Heimweg war. Seine Geschichte, die er uns erzählte, blieb uns noch lange in guter Erinnerung. Schade nur, dass er seinen Esel wieder nicht dabei war.

Den Advent liessen wir ruhig angehen mit Kerzenschein, Geschenke basteln und Geschichten hören. Auf einem Spaziergang konnte uns jedes Kind zeigen, wo es wohnt. Wir suchten den entsprechenden Briefkasten und legten einen Adventsgruss für die Eltern hinein. Ganz heimlich natürlich.

Schon im November und dann ganz kurz auch im Januar wurden wir mit ein wenig Schnee beschenkt, gerade genug um einen schönen Schneemann zu bauen. Die Zahl drei wurde kurz Mittelpunkt und ganz nebenbei lernten dabei die Begriffe «Oben /Mitte / Unten», sowie «Gross /Grösser / am Grössten» und «Klein / Mittel / Gross».

Das letzte Ereignis, über das wir berichten können, ist gerade vorbei, nur letzte Spuren sind da und dort noch sichtbar, nämlich wenn wir ein verirrtes Konfetti finden, irgendwo zwischen den Schuhen oder unter dem Teppich. Die einen Kinder verkleiden sich zu Hause und stampfen, schreiten, toben, kriechen als Superhelden, Prinzessinnen, Polizisten, Clowns oder Elfen durch den Raum. Viel Glitzer blitzt auf und bringt ein wenig Glamour ins Haus. Es gibt Musik und Tanz hier wie dort und einen besonderen Znüni obendrauf. Die anderen basteln sich ein Roboterkostüm, um das aktuelle Thema ganz nah erleben zu können. Dieses präsentieren wir im Quartier und erfreuen viele Menschen mit einem Konfettiregen.

So finden wir immer wieder gemeinsame Aktivitäten, die unseren Kindergartenalltag lebendig machen und für Abwechslung sorgen. Nun denken wir bereits ans Schuljahresende, so schnell vergeht die Zeit, so schnell werden wir wieder Abschied feiern müssen, so schnell werden wieder neue Kinder dazukommen. Vorerst aber geniessen wir noch unseren Garten im Frühling, das Zusammensein und die Spiele im Freien rund ums Haus.

          

     

    

 

    

    

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